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Über uns

Die Stiftung

Wir sind eine Non-Profit-Organisation, die im Raum Bern mehrere Kindertagesstätten (Kitas) führt. Die Kitas befinden sich in schönen, kindgerechten Liegenschaften mit grosszügigen Aussen-Spielmöglichkeiten. Wir schaffen motivierende Anstellungsbedingungen; dadurch engagieren sich die Mitarbeitenden langfristig und sind so konstante Bezugspersonen für die uns anvertrauten Kinder.

Unsere pädagogische Qualität ist von fachlich gut ausgebildeten und zufriedenen Mitarbeitenden geprägt, die sich achtsam um jedes einzelne Kind kümmern. Die Kinder erhalten in unseren Kitas einen familienergänzenden Ort, wo sie liebevoll betreut werden und Raum für ihre Entwicklung und Bildung erhalten. Den Kindern wird frisch vor Ort zubereitetes, ausgewogenes Essen serviert.

Aktuell gehören fünf Betriebe zur Stiftung: Die Kindertagesstätte Länggasse, die Kindertagesstätte Taka Tuka und die Kindertagesstätte im Favorite (alle drei in der Berner Länggasse), die Kindertagesstätte Lindenweg und die Kindertagesstätte Sterntaler (beide in Ostermundigen). Jede Kita hat ihren eigenen Charakter, der sich am Standort und am Zielpublikum orientiert.

Geführt wird die Stiftung durch den ehrenamtliche Stiftungsrat und die Geschäftsleiterin. Unsere Geschäftsstelle (Leitung und Administration) befindet sich in der Länggasse.


Weitere Informationen:

    Geschichte der Stiftung

    Obhut für Arbeiterkinder

    Die Kita Länggasse wurde im Frühling 1880 von Karl Stämpfli, Nationalrat und Inhaber der Druckerei Stämpfli, gegründet. Beweggrund für seine Initiative war, dass er und seine Frau Emma Stämpfli-Studer sahen, dass viele Arbeiterkinder in der Länggasse tagsüber ganz sich selber überlassen waren und sich die Zeit auf der Strasse vertrieben. So soll Karl Stämpfli eines Tages ein zweijähriges Kind in einem Strassengraben schlafend vorgefunden haben. Stämpflis wollten «solch unbewachten Kindern tagsüber einen Ersatz für ihr Heim schaffen». Sie gründeten einen Verein und sammelten Geld, um die «Kinderbewahranstalt» zu eröffnen. Das Startkapital belief sich auf 1940 Franken.

    Bei den ersten Räumlichkeiten handelte es sich um eine Mietwohnung am Vereinsweg in der Berner Länggasse, in der tagsüber sechs Kinder durch «Kinderwärterinnen» betreut wurden. Die Kinder wurden in einheitliches Weiss gekleidet, wie historischen Bildaufnahmen zu entnehmen ist. Die Mütter waren verpflichtet, die Kinder im Alter von drei Wochen bis zum 4. Lebensjahr in sauberem Zustand zur Krippe zu bringen. Stillende Mütter waren angehalten, die Kinder mindestens einmal im Tag in der Krippe zu stillen. Die Plätze wurden vorab an verwitwete und alleinstehende Mütter vergeben. Der Tagesansatz betrug 20 Rappen, für ein Geschwister-Paar 30 Rappen.

    «Gewisse erzieherische Aufgaben»

    Aus Platzmangel wurde die Krippe 1882 an den Wydenrain verlegt, wo 24 Kinder Platz fanden. Finanziert wurde der Betrieb aus «Liebesgaben» von Gönnern, der Kirche und Kollekten. Später zog die Kita Länggasse noch mehrmals um, bis der Krippenverein Länggasse 1901 das Wohnhaus an der Länggassstrasse 62 (heute: Tagi Länggasse) erwerben konnte. 1903 wurde auf dem Grundstück die heutige Kita Länggasse (Länggassstrasse 64) aus Mitteln des Fonds der Armenanstalt, der Burgerschaft und mit privaten Spenden gebaut. Im neuen Haus konnten 58 Kinder aufgenommen werden. Die Träger der Krippe waren der Länggassleist, Vereine, Firmen und die Soziale Fürsorge der Stadt Bern. Die Stadt beteiligte sich damals mit 20 Rappen pro Kind und Tag. Hauptziel war es, den Kindern «die fehlende Wohnstube zu ersetzen». Den Leiterinnen oblagen auch «gewisse erzieherische Aufgaben». Ab diesem Zeitpunkt wurden auch «Töchter als Mutter- und Kinderhelferinnen» in der Krippe ausgebildet.

    Unter dem Eindruck des 1. Weltkrieges und der verbreiteten Armut wurde die Kita Länggasse auf Betreiben der Fürsorgedirektion der Stadt Bern 1937 in eine Stiftung überführt. Denn in den 30er-Jahren bestand der Verein Private Kinderkrippe Länggasse Bern nur noch aus «wenigen Damen, welche viele Jahre ihrer Lebensarbeit dem Gedeihen der Krippe gewidmet hatten», wie dem Verwaltungsbericht der Stadt Bern von 1937 zu entnehmen ist. Dem ersten Stiftungsrat gehörten zwei Mitglieder der Stadt – der Vorsteher des Jugendamtes und der Schulvorsteher – an. Die Stiftungsurkunde gibt als Einnahmequelle Subventionen der Stadt Bern an. Stiftungszweck seither ist «Das Betreiben einer oder mehrerer Kindertagesstätten».

    Stetige Professionalisierung

    Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurde der Kita-Betrieb stetig professionalisiert – bezüglich des Ausbildungsstandards der Betreuerinnen sowie der pädagogischen Grundsätze und Leitlinien. Auch wurde das Angebot kontinuierlich ausgebaut und den jeweiligen gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst. 1977 trat die Kita Länggasse dem Verband Kindertagesstätten der Schweiz (heute kibesuisse) bei.

    Da der Bedarf an Kita-Plätzen anhaltend gross war, entschloss sich die Stiftung Kita Länggasse 2011 zu einer Wachsstumsstrategie. Am 1. Januar 2012 schlossen sich die Kita Taka Tuka (Lerchenweg 33) und die Kita Länggasse (Länggassstrasse 64) zusammen. Gemeinsamer Träger war die Stiftung Kindertagesstätte Länggasse, die ihren Namen aus diesem Anlass wechselte und seit diesem Datum Stiftung Kindertagesstätten Bern heisst. Dieser Zusammenschluss machte unter anderem das Einrichten einer professionell geführten Geschäftsstelle möglich, welche die ehrenamtliche Tätigkeit der Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte stark entlastete.

    Anfang 2015 eröffnete die Stiftung ihren dritten Betrieb, die Kindertagesstätte Lindenweg in der autofreien Siedlung Oberfeld Ostermundigen. 2017 kam die ehemalige Betriebs-Kita der UPD Waldau dazu, die Kita Sterntaler. Seit Januar 2018 gehört auch die Kita im Favorite in der vorderen Länggasse zu unserer Stiftung, und im Januar 2020 übergibt uns der Verein Kita Firlifanz seine Kita in der Lorraine.

    Aktuell ist es ein Trend, dass kleinere Elternvereine, welche vor 25 oder 30 Jahren pionierhaft Kitas gründeten, die Tätigkeit einstellen und ihre Kitas an grössere Trägerschaften mit professionellen Führungsstrukturen übergeben. Die ehrenamtliche Kita-Führung durch Laienvorstände ist ein Auslaufmodell geworden. Unsere Stiftung gilt als Trägerschaft, die bestehende Kitas unter ihr Dach übernimmt, ohne dabei den ursprünglichen Charakter der Kitas stark zu verändern.

    Aus der Geschichte der Stiftung: